Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Um eine erfüllende und gesunde Lebensweise für die Menschen, die hier im Wald leben und arbeiten, zu ermöglichen, berücksichtigen wir alle Aspekte menschlichen Lebens, wenn wir Methoden und Techniken sammeln. Alle Bewohner, Besucher und Freiwilligen helfen, eine nachhaltige Lebenswelt im Bosque zu kreieren und zu erhalten. Wir folgen nicht einer einzelnen Philosophie, somit steuert jeder Besucher seinen eigenen kleinen Beitrag an Weisheit und Wissen zur Entwicklung unserer Kultur bei. Wir alle müssen unser Bewusstein dafür verbessern, wie wir auf Mitmenschen, technische und biologische Syteme um uns herum (ein)wirken, um die Zukunftsfähigkeit des Bosque zu erhalten.

Geeignete Techniken

Wir entwickeln ständig Modellösungen für menschliche und soziale Bedürfnisse. Dabei arbeiten wir partnerschaftlich mit der Umwelt zusammen, um eine verbesserte Lebensqulität zu erzielen. Spitzentechnologie erlaubt es uns, komfortabler ohne externe Strom- und Wasserversogung zu leben, als es früher möglich war. Einige unserer Gäste sind in der Lage, Telearbeit zu machen. So können sie ihren Lebensunterhalt wie viele in der Wirtschaft verdienen, jedoch die Vorteile des ländlichen Lebens genießen. Wir sind weder Technikfeinde, die menschlichen Fortschritt ablehnen, noch ignorieren wir die negativen Nebeneffekte technischer Entwicklungen. Um Nachhaltigkeit zu erzielen, stützen wir uns auf Wissen aus allen Zeiten und aus allen Kulturen der ganzen Welt. Wir wollen die besten der menschlichen Überlegungen nutzen, kombiniert mit dem Wissen, das durch die Evolution des ganzen Lebens und dessen komplexe Syteme weitergegeben wurde.

Permakultur

Eine der wichtigsten Methoden, die wir hier im Boqsue anwenden, ist gestaltende Permakultur. Das Wort "Permakultur" wurde zuerst von Bill Mollison und David Holdgren im Jahre 1978 in ihrem Buch (Permaculture One) verwendet. Es setzt sich zusammen aus den Wörtern permanent (dauerhaft) und agriculture (Landwirtschaft). Unsere Sicht von Permakultur ist es, einen Wald zu gründen, in welchem man einen Sammler-und-Jäger Lebensstil führen kann, wenn man nur ein kleines bisschen landwirtschaftlich nachhilft. Wir betreiben organische Landwirtschaft; wir gebrauchen keine Chemikalien um die Produktion künstlich zu steigern. Da wir ohne externe Wasserversorgung wirtschaften, bewässern wir kaum. Wir berechnen sorfältig Engergie-Inputs und -Outputs in allen Systemen, eingeschlossen menschlicher Systeme, wie es die soziale Permakultur beschreibt.

Soziale Permakultur

Der menschliche Aspekt, soziale Permakultur, ist entscheidend für unseren Erfolg. Wenn wir die Art und Weise, in der wir Menschen miteinander umgehen, nicht verbessern können, werden alle Aktionen, die wir unternehmen, um unseren Einfluss auf unsere Umwelt zu reduzieren, nichts bringen.

Wir behaupten nicht, Experten darin zu sein, wie Menschen leben sollten, aber wir sind an Konzepten wie totaler Ehrlichkeit, Konfliktlösung, alternative Beziehungsmodelle und Gewaltlosigkeit sehr interessiert. Wir schaffen ein soziales Einverständnis, welches uns erlaubt, mit mehr Fülle, Freiheit, Vertrautheit und Sicherheit zu leben. Indem wir ein für alle geltendes Grundwerk an Regeln finden, reduzieren wir die Bandbreite an Konflikten, während unsere Gemeinschaft wächst und sich entwickelt. Bitte lese mehr darüber, wie wir leben, auf der Bosque-Kultur Seite.

Energieverbrauch:

Wasser: Da wir ohne externe Wasserversorgung auskommen, nutzen wir Regenwasserzisternen und verbauchen Wasser sehr sparsam. Unsere holzbeheizte Sauna hilft uns, sauberer zu bleiben und zum Duschen weniger Wasser zu brauchen. Komposttoiletten sparen wertvollen Wasser, brauchen kein zentrales Abwassersystem und liefern guten Dünger.
Elektrizität : Unsere photovoltaische Solarstromanlage versorgt uns mit einem Minimum an Elektrizität um Computer und Kompaktleuchtstofflampen zu betreiben und um hin und wieder einen Film zu sehen. Wir nutzen Elektrizität sehr effizient, so dass wir mit der kleinen Menge, die wir produzieren, sehr komfortabel leben können.
Gas: Zum Kochen nutzen wir Lorena- und Solaröfen, um unsere Abhängigkeit von Propangas zu verringern. Außerdem haben wir ein solarbetriebenes Wasserheizsystem, sodass wir weder zum Duschen noch zum Geschirrspülen Propangas benötigen.
Pläne für die Zukunft: Andere Energiesysteme, die wir in Zukunft gerne anwenden möchten sind u.a. Brennstoffzellen, eine Biogasanlage, eine solarbetriebene Entwässerungsanlage für die Konservierung von Lebensmitteln und einen großen Erdkeller um unsere Lebensmittel länger frisch zu halten (wir nutzen keine Kühlschränke).

Biosphäre und "Food Forest"

Durch das betreiben von Permakultur heilen und diversifizieren wir unseren Wald. Jedes Jahr zu Anfang der Regenzeit pflanzen wir tausende Samen und Bäume im Wald an. Auch pflanzen wir Setzlinge: Walnuss-, Wollmispel-, Birnen-, Pfirsich-, Quitten-, Avocado-, Granatapfel-, Zitrus-, Äpfel-, Feigen- und Jarakandabäume, Eschen, Zedern und mehr. Wir konstrieren Gärten um zu sehen, welche Pflanzen in welchem Mikroklima gut gedeihen. Auch wählen wir Pflanzen aus, welche Bienen und Vögel anziehen, um einen guten Lebensraum für mehr Wildtiere zu ermöglichen. Um das natürliche Waldleben wiederherzustellen, säen wir heimische Pflanzen aus, sowie eine Art Aufsetzerkaktus, welcher gut auf den Eichen, hier heimischen Orchideen und Bromelien gedeiht.

Für die Landwirtschaft verwenden wir kein Wasser. Wir glauben stattdessen, dass alle Pflanzen, welche eine Trockenzeit überleben können, starke Wurzeln bilden, wie tief genug sind, um jeden zukünftigen Klimawechsel, der uns eventuell noch bevorsteht, zu überleben. Letztendlich streben wir danach, ein harmosisches System aus Wald, Menschen, Pflanzen und Tieren zu entwickeln.

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